„Defi“ in Gebensbach: Jetzt öffentlich erreichbar

Wenig Aufwand, großer Nutzen: In Eigenleistung hat die Freiwillige Feuerwehr Gebensbach ihren Defibrillator (Defi) außerhalb ihrer Fahrzeughalle angebracht und damit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die nötige Stromzufuhr, die das spezielle Gehäuse heizt und beleuchtet, wurde kurzerhand selbst gelegt. Den Wandkasten finanzierte die Gemeinde Taufkirchen (Vils) auf Anfrage von Feuerwehrkommandant und Gemeinderat Ludwig Mayer. Zuvor war der elektronische Lebensretter, der im Frühjahr 2020 von Feuerwehr, Sportverein, Trachtenverein, Obst- und Gartenbauverein, Frauenverein, Krieger- und Reservistenkameradschaft gemeinsam mit finanzieller Unterstützung der VR-Bank angeschafft wurde, im Einsatzfahrzeug untergebracht.

Damit im Ernstfall auch nicht Ortskundige sofort zum Feuerwehrhaus finden, soll noch ein grünes Hinweisschild an der Abzweigung der Hauptstraße angebracht werden, daneben lotst die Handy-App „Defikataster“ zu dem neu eingetragenen Standort. Ganz grundsätzlich gilt für die Anwendung: „Man macht nur etwas falsch, wenn man nichts tut“, betonte Michael Zuhr, zweiter Kommandant. Vereinsvorsitzender Michael Kobold pflichtete ihm bei: „Der Defi kann in keiner Situation Schaden zufügen“.

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Bei der Präsentation, von links: Michael Kobold (FFW-Vereinsvorsitzender) und Michael Zuhr (2. Kommandant) neben dem an der Außenwand des Feuerwehrhauses angebrachten Defibrillator.

Bei akuten Herzrhythmusstörungen oder einem Herzinfarkt zählt jede Minute bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Meist befindet sich das Herz im Zustand des Kammerflimmerns. Für eine erfolgreiche Reanimation durch Herzdruckmassage muss dieses Flimmern durch einen Stromimpuls des Defibrillators kurz unterbrochen werden.

Mit Hilfe von Sprachanweisungen durch das Gerät an werden Ersthelfer angeleitet, Pads auf der Brust des Betroffenen anzubringen, mit denen die Herzfunktionen gemessen werden. Und Michael Zuhr fügte an: „Die Bürger können sich mit allen Fragen an uns wenden. Leider hat die Pandemie den seit über einem Jahr geplanten Erste-Hilfe-Kurs mit DEFI-Anweisung verhindert. Den versuchen wir aber so bald wie möglich anzubieten“.

Text: Fabian Holzner