Spatenstich für den Hauptschulneubau

Der symbolisch erste Spatenstich für das neue Gebäude der örtlichen Hauptschule fand am 31. März statt. Vier Millionen Euro investiert die Gemeinde in das Schulhaus, das bis Ende des Jahres zwingend fertig gestellt sein muss.

Spatenstich Hauptschule
Von links: Bauleiter Ulrich Krzensk, Landrat Martin Bayerstorfer, Hauptschulrektor Josef Hofstetter, Bauingenieur Markus Neuber und Bürgermeister Franz Hofstetter

Auf dem Areal des bisherigen, 50 Jahre alten Hauptschulgebäudes (Haus C) entsteht nach der Planung des Architekturbüros Leinhäupl & Neuber aus Landshut wieder ein dreigeschossiger Gebäudekomplex mit 12 Klassenzimmern, zwei Gruppenräumen und WC-Anlagen. Das neue Schulhaus wird in Passivhausbauweise errichtet. Sonnenschutz, Belüftungs- und Heizsysteme sowie das Sicherheitskonzept sind auf die Anforderungen des Schulbetriebes zugeschnitten. Durch den Einbau eines Aufzuges sind die Räume barrierefrei erreichbar.

Rund 10,6 Mio. € muss die Gemeinde für die derzeitigen Sanierungs- und Neubaumaßnahmen an der Grund- und Hauptschule aufbringen. Die Zuschüsse hierfür aus den Fördertöpfen des Freistaates Bayern betragen insgesamt 4,295 Mio. €.

Aus dem Konjunkturpaket II sind zusätzlich für energetische Sanierungsmaßnahmen an beiden Schulen Fördermittel in Höhe von insgesamt 1,623 Mio. € in Aussicht gestellt, vor­ausgesetzt bis Ende 2011 sind beide Baumaßnahmen abgeschlossen und vollständig abgerechnet.

Nachdem die Gemeinde Taufkirchen (Vils) aufgrund der hohen Gesamtbaukosten den Schwellenwert von 5,15 Mio. € der kommunalen Vergabekriterien überschritten hat, sind alle Bauaufträge der Grund- und Hauptschule europaweit auszuschreiben. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass dies teilweise zu günstigen Angeboten führt. Die Bauausführungen, die Einhaltung der Zeitpläne und die Sorgfaltspflicht der Firmen lassen aber mitunter sehr zu wünschen übrig.

Im Bauamt der Gemeinde Taufkirchen (Vils) herrscht daher schon seit Monaten Hochbetrieb. Es sind mehr als nur bürokratische Hürden zu überwinden, die der Gemeinde in den Weg gestellt werden, und auch der bayerische Spruch: „Wer zahlt, schafft an“ hat im kommunalen Vergabewesen seine Bedeutung schon fast verloren.

Vor allem kleinere Handwerksbetriebe, darunter viele ortsansässige, sind bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen die Verlierer im Paragrafen-Pool der VOB (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen). Im Sinne einer gerechten und flächendeckenden Wirtschaftsförderung, die von staatlicher Seite großzügig unterstützt wird, sollte über eine Reformierung im Vergabewesen nachgedacht werden.