Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Franz Hofsstetterein Jahr liegt hinter uns, in dem uns – stärker vielleicht als sonst – das Gefühl der Veränderung erfasst hat.

Amokläufe an Schulen, Firmeninsolvenzen, die zunehmende Arbeitslosigkeit, Turbulenzen in der Wirtschaft und an der Börse, Klimaveränderungen und Umweltkatastrophen, Terroranschläge und kriegerische Auseinandersetzungen, all dies sind Themen, die uns in den vergangenen Monaten schwer beschäftigt haben.

So vieles kommt uns heute selbstverständlich vor. Wenn wir uns nur ein wenig aus der Entfernung betrachten, merken wir, wie wenig selbstverständlich eigentlich all das ist, wie und wovon wir leben.

Dass wir keinen Hunger leiden, dass wir in Frieden und Freiheit leben können und dass wir soziale Sicherheit genießen. All diese Dinge, die wir als selbstverständlich erachten, sind eigentlich eine Ausnahme – in der Weltgeschichte und im Weltmaßstab.

Natürlich gibt es auch in unserer Gesellschaft große soziale Unterschiede. Deshalb sollten wir uns weiterhin für mehr Gerechtigkeit einsetzen. Aber trotz aller Schwierigkeiten müssen wir sagen, dass es uns im Verhältnis zu früheren Generationen und weltweit gesehen sehr gut geht.

Und dennoch scheint unsere Gesellschaft aus den Fugen zu geraten. Entscheidend für die Zukunft wird sein, wie wir miteinander umgehen; sowohl im privaten Umfeld als auch in politischen, wirtschaftlichen und umweltrelevanten Bereichen. Im Hinblick auf die kommenden Generationen müssen wir uns fragen: Leben wir auf Kosten unserer Kinder und Kindeskinder?

Es ist nicht nur Aufgabe des Staates und der Politik, sich für die Entwicklung unseres Landes einzusetzen. Jeder einzelne ist im Rahmen seiner Möglichkeiten gefordert, sich im gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Bereich mit einzubringen.

Eine Gesellschaft der „gebenden Hände“ – vor allem in den letzten Wochen wurden wir mit dieser Forderung konfrontiert. Zu teilen, sich für andere einzusetzen, zu helfen, zu unterstützen und die Schwächeren mit zu tragen ist jedoch nicht nur vor Heilig Abend angebracht.

Wir sind aber auch selbst gefordert. „Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht!“ Dieser Ausspruch unseres Erzbischofs Reinhard Marx sollte uns allen zu denken geben.

Ich bin dankbar dafür, dass sich so viele Bürgerinnen und Bürger im vergangenen Jahr in vielfältigster Weise für die Zukunft unserer Kommune eingesetzt haben. Persönlich und im Namen des Gemeinderates möchte ich mich für Ihren Einsatz, Ihr Wohlwollen und Ihr freiwilliges Engagement bedanken.

Die besten Wünschen für das neue Jahr

Ihr
Franz Hofstetter, 1. Bürgermeister

Ortskernsanierung Taufkirchen (Vils)

Der Ortskern von Taufkirchen (Vils) hat sich in den vergangenen 20 Jahren sehr zum Positiven verändert. Durch die Um- und Neugestaltung vieler öffentlicher Flächen im Zentrum entstanden attraktive Aufenthaltsbereiche. Ferner wurde das Ortsbild durch private Gebäudesanierungs- und Neubaumaßnahmen erheblich aufgewertet. Die zahlreichen neu errichteten Rad- und Fußwegeverbindungen abseits der Bundesstraße verbessern zudem die Wohn- und Lebensqualität erheblich.

Mit einer umfangreichen Untersuchung wurde im Jahr 1989 die Ortskernsanierung eingeleitet und der damals erstellte Maßnahmenkatalog nun innerhalb der vergangenen Jahrzehnte „abgearbeitet“. Vor allem die Mitglieder des Arbeitskreises „Ortskernsanierung“ und der Columbus-Achter waren mit der Umsetzung der Maßnahmen betraut.

Durch die Ortskernsanierung hat Taufkirchen (Vils) einen deutlichen Aufschwung erfahren. Vor allem das Projekt „Columbus“ löste Ende der neunziger Jahre eine deutschlandweite Begeisterung aus. Ob in Presse, Funk oder Fernsehen, die Vilsgemeinde machte von sich reden.

Nach über 20 Jahren ist nun die Zeit gekommen, die Ortskernsanierung wieder neu aufzurollen. Trotz positiver Entwicklungen gibt es noch eine ganze Reihe von Problempunkten, wie z.B. die zahlreichen leer stehenden Geschäftsräume im Ortszentrum sowie die enorme Verkehrsbelastung.

Vor allem die Bürger sollen ab dem kommenden Jahr in die Planungen und Untersuchungen zur Fortsetzung der Ortskernsanierung mit eingebunden werden. Im Rahmen einer Auftaktversammlung, in zahlreichen Workshops und Informationsveranstaltungen können sie ihre Vorstellungen mit einbringen.

Entsprechend einer Empfehlung der Regierung von Oberbayern sind vorbereitende Untersuchungen in mehreren Bereichen notwendig. Bereits im Oktober entschied der Gemeinderat, für diese wichtigen Vorarbeiten folgende Fachleute mit in das „Boot“ zu holen:

– Städtebau / Ortssanierung: Planungsbüro Zwischenräume, München

– Planungskommunikation: Citycom Büro für Stadtentwicklung, München

– Verkehr: Obermeyer – Planen und Beraten GmbH, München

– Wirtschaft: GMA – Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH

Das Expertenteam ist sich sicher, dass bis zum Ende des kommenden Jahres umfassende Untersuchungsergebnisse vorliegen und zugleich ein Maßnahmenkatalog, abgestimmt mit allen beteiligten Bürgerinnen und Bürgern, präsentiert werden kann.

Taufkirchener Rathausplatz

Der neue Taufkirchener Rathausplatz ist fertig. Bis auf ein paar kleinere Restarbeiten, die im Frühjahr von der beauftragten Baufirma ausgeführt werden müssen, ist das Gelände rund um das neue Rathaus nun für die Öffentlichkeit zugänglich.

Der Rathausplatz ist für Fußgänger und Radfahrer angelegt und soll nicht, wie schon mehrmals geschehen, als öffentliche Pkw-Abstellfläche genutzt werden. Parkplätze gibt es hinter dem Rathaus genügend. Vor allem Kirchenbesucher nutzen bereits den kurzen und gefahrlosen Zugang zum Gotteshaus.

Der Brunnen vor dem Rathausgebäude, entworfen und gebaut vom Erdinger Künstler Harry Seeholzer, wird erst im Frühjahr seine vorgesehene Funktion präsentieren.

Rathausplatz
Rückwärtiger Platzbereich zwischen Rathaus und Kirche

Seniorenbeiratswahl 2009

Im September fanden Neuwahlen zum Seniorenbeirat statt. Das neue Gremium wird nun für die nächsten drei Jahre die Interessen der älteren BürgerInnen vertreten und will in bewährter Weise die Arbeit der Vorgänger weiterführen.

Der neue Vorsitzende, Heinz Schreiner aus Moosen (Vils), sieht in der Zusammenarbeit aller Seniorengruppierungen im Gemeindegebiet ein wichtiges Ziel. Der EDV-Spezialist möchte aber vor allem die „60+ Generation“ für die Aktivitäten des Gremiums begeistern. Für den gebürtigen Regensburger gehört diese Bevölkerungsgruppe nicht zum alten Eisen. Hier ist viel Wissen und Erfahrung vorhanden und dies gilt es zu nutzen, so die Devise des 62-Jährigen.

Seniorenbeirat
Über die Arbeit und Aktivitäten des Seniorenbeirates gibt er gerne Auskunft: Tel. 08084 / 94583. Der neue Seniorenbeirat, hinten, von links: Nadja Hutter, Theresia Zieringer, Brigitte Bartl, Heinz Schreiner; vorne von liinks: Bürgermeister Franz Hofstetter, Dagmar Paukner, Fanny Kulisch, Helga Mühlenbeck, Erika Heider-Theis

Feiertagsregelung

Standesamt Taufkirchen (Vils) – Notdienst für Sterbefälle

24.-27.12.2009, 10.00-12.00 Uhr:
Anton Kreuzpointner, Tel. 08742 / 284184 oder 0162/9423754

31.12.2009-03.01.2010, 10-12 Uhr:
Gabi Valentin, Tel. 08084 / 562593

Die Gemeinde Taufkirchen (Vils) sowie das Landratsamt Erding und seine Außenstellen sind am 31. Dezember 2009 geschlossen.

Räum- und Streupflicht

Vorsorglich möchten wir bereits jetzt darauf hinweisen, dass Grundstücksanlieger verpflichtet sind, die angrenzenden Gehsteige im Winter von Schnee und Eis freizuhalten und ggf. geeignetes Streumaterial aufzubringen um eine Verletzungsgefahr von Fußgängern zu verhindern.

Falls kein Gehweg vorhanden ist, muss an der angrenzenden Straße eine Gehbahn in der Breite von 1 m geräumt und gestreut werden. Die Verpflichtung zur Räum- und Streupflicht ergibt sich aus der Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und die Sicherung der Gehbahnen im Winter vom Dezember 2000, die im Rathaus jederzeit eingesehen werden kann.