Lehmgrube Unterhofkichen

Der Eigentümer und Betreiber der bestehenden Lehmgrube südwestlich von Oberhofkirchen beantragte im September 2009 eine Genehmigung für den Lehmabbau, die Wieder­verfüllung mit Material der Stoffklasse Z 2 und die Rekultivierung. Der Gemeinderat stimmte diesem Vorhaben in der Sitzung vom 27.10.2009 nicht zu (siehe Kompass 11/2009).

Seitens der Gemeinde Taufkirchen(Vils) wurde angestrebt, ein Bebauungsplanverfahren durchzuführen. Gespräche mit dem Landratsamt Erding und dem Bayerischen Gemeindetag haben jedoch zur Erkenntnis geführt, dass die Kommune mit einem Bebauungsplan zwar den Abbau von Lehm, jedoch nicht die Wiederverfüllung der Grube regeln kann.

Bei den anschließenden Verhandlungen mit dem Bauherrn konnte die Gemeinde erreichen, dass beim Verfüllmaterial auf die Stoffklasse Z 2 verzichtet wird. Der Bauantrag wurde daraufhin zurückgezogen und mit inhaltlichen Änderungen am 22. Dezember 2009 neu bei der Gemeinde eingereicht.

Der neue Bauantrag, der nun eine Wiederverfüllung mit Z 1.2 Material vorsieht, wurde in der Gemeinderatssitzung am 12.01.2010, nach einer sehr ausführlichen Sachaufklärung durch den Planfertiger behandelt. Da die Werte bei Z 1.2. Material deutlich, d.h. um 50 % und mehr unter den Werten von Z 2 Material liegen, konnten Bedenken in Bezug auf eine Grundwasserverunreinigung ausgeräumt werden. Dem Vorhaben wurde daher das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Im Rahmen einer Ortsteilversammlung am Mittwoch, 24.02.2010, 19.30 Uhr, im Perminger Hof stellt der Planer, Dipl. Ing. Gerhard Haas-Kahlenberg aus Gilching, das Vorhaben der Bevölkerung von Hofkirchen vor.