Mobile Luftreinigungsgeräte für die örtlichen Schulen

Mittelschulrektor Adi Geier hätte eigentlich allen Grund zur Klage. CORONA, Umzug in die Unterrichts-Container wegen des Schulneubaus, Distanzunterricht nach den Weihnachtsferien und dann noch der Baumaschinenlärm wegen dem Abriss der alten Schulgebäude.

Der erfahrene Pädagoge nimmt die Gegebenheiten mit Verständnis an und jammert nicht. „Es kann nicht zu 100 Prozent so laufen wie in normalen Zeiten und auch aus dieser leidigen Schul-Technik-Diskussion muss man etwas Dampf herausnehmen“, so Adi Geier. Lediglich drei bis fünf Kinder aus verschiedenen Jahrgangsstufen werden aktuell in den Schul-Containern digital unterrichtet, da sie zuhause nicht die notwendigen WLAN-Verbindungen haben. Mit täglichen Videokonferenzen halten die Lehrer Kontakt zu ihren Schülern und haben hierfür auch 25 Laptops an die Kinder aus­gegeben. Weitere Geräte hat die Schule noch in Reserve.

Damit die Schule für einen Präsenzunterricht wieder gewappnet ist, hat die Gemeinde Taufkirchen (Vils) Raumluftfilter angeschafft. Fünf mobile Luftreinigungsgeräte vom Typ Mia Air 2 (mit HEPA-Reinraumfilter der Klasse H 14 mit 99,995 % Ausscheidung) sind bereits im Einsatz. Weitere 13 Stück dieser sehr leisen Geräte sind für Grund- und Mittelschule bereits bestellt. Diese hochwertigen Raumluftfilter zum Stückpreis von 1.260 € sind noch leistungsfähiger, als es die Förderrichtlinien des Ministeriums vorschreiben. Zudem wurden 50 CO2-Ampeln für die Grundschulen Moosen und Taufkirchen (Vils) sowie die Mittelschule zum Stückpreis von 100 € gekauft.

Luftreinigung Mittelschule
Die Luft ist rein: Bürgermeister Stefan Haberl (rechts) und Verwaltungs­angestellte Susanne Lederer (Mitte) von der Finanzabteilung überzeugten sich vor Ort von den Hochleistungsraumfiltern. Für Rektor Adi Geier (links) sind die Geräte im täglichen Schulbetrieb unverzichtbar. Vor allem die jüngeren Schüler*innen empfinden das ständige Lüften und die damit einhergehende dicke Bekleidung im Klassenzimmer sehr störend und belastend.

Rentenversicherung

 

Wegen der andauernden Situation durch die Corona-Pandemie ist es uns derzeit leider nicht möglich, ihre rentenversicherungsrechtlichen Anliegen in einem persönlichen Gespräch zu klären. Wenn Sie Ihre Rente beantragen wollen bzw. Fragen rund um die Rente haben, sind wir aber selbstverständlich gerne telefonisch oder per E-Mail für Sie da.

Wir bitten Sie, sich telefonisch mit Angelika Greil (Tel. 08084 37-73) oder Anton Kreuzpointner (Tel. 08084 37-45) oder per E-Mail unter greil@taufkirchen.de bzw. kreuzpointner@taufkirchen.de in Verbindung zu setzen.

Aktuelle Informationen der Deutschen Rentenversicherung

– Hinzuverdienstgrenze für vorgezogene Altersrenten auch 2021 deutlich erhöht

46.060 € dürfen Altersrentner*innen, die ihre reguläre Altersgrenze noch nicht erreicht haben, in 2021 zu ihrer Altersrente dazu verdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird. Bereits im Jahr 2020 war die Hinzuverdienstgrenze von regulär 6.300 € auf 44.590 € angehoben worden. Der Gesetzgeber reagierte damit auf den durch die Covid-19-Pandemie gestiegenen Bedarf an medizinischem Personal und die durch Erkrankungen oder Quarantäneanordnungen ausgelösten Personalengpässe in anderen Wirtschaftsbereichen. Mit der Regelung sollte die Weiterarbeit oder Wiederaufnahme einer Beschäftigung nach Renteneintritt erleichtert werden.

Die Anhebung der Hinzuverdienstgrenze gilt für Neu- und Bestandsrentner. Keine Änderungen gibt es hingegen bei den Hinzuverdienstregelungen für Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und bei der Anrechnung von Einkommen auf Hinterbliebenenrenten.

– Grundrente: Zuschlag zur Rente wird eingeführt

Menschen, die lange gearbeitet haben und trotzdem wenig Rente erhalten, sollen nach Berechnungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales einen Aufschlag zur Rente bekommen. Die entsprechende Regelung ist zum 01.01.2021 in Kraft getreten. Da die Umsetzung dieses Gesetzes mit einem erheblichen Verwaltungsaufwand verbunden ist, werden die ersten Grundrentenbescheide voraussichtlich erst ab Juli 2021 an die Rentner*innen versandt, die ab diesem Zeitpunkt erstmals eine Rente erhalten. Die Beträge, auf die alle Bestandsrentner*innen bereits ab Januar 2021 ein Anspruch haben, werden in allen Fällen nachgezahlt.

Die Grundrente muss nicht beantragt werden. Die Rentenversicherung prüft automatisch, ob ein Anspruch besteht.

– Coronabedingte Rentenlücken schließen

In Folge der Corona-Pandemie haben bereits viele geringfügig Beschäftigte (450 Euro-Job) ihre Arbeit verloren. Da diese Beschäftigten keinen Anspruch auf Kurzarbeiter- und Arbeitslosengeld haben, führt dies nicht nur zu finanziellen Einbußen, sondern hat auch Auswirkungen auf die Rente.

Werden nach dem Wegfall des Minijobs keine anderen rentenrechtlichen Zeiten zurückgelegt, z. B. durch eine andere Beschäftigung oder durch Erziehung eines Kindes, entsteht eine Versicherungslücke. Insbesondere wenn die rentenrechtlichen Zeiten benötigt werden, um einen Rentenanspruch zu erreichen bzw. aufrecht zu erhalten, kann dies später ärgerlich sein.

Betroffene sollten deshalb überlegen, ob sie durch die Zahlung freiwilliger Beiträge die Versicherungslücken schließen möchten. Für das Jahr 2020 ist das noch bis zum 31. März 2021 möglich. Vom monatlichen Mindestbeitrag von 83,70 € bis zum Höchstbeitrag von 1.283,40 € können die Beiträge in jeder beliebigen Höhe für das letzte Jahr gezahlt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt ist die Nachzahlung von Beiträgen nicht mehr möglich.

Passamt

Änderungen Passamt zum 01.01.2021

– Personalausweis-Gebühr

Die Gebühr für die Ausstellung eines Personalausweises für Personen, die bei der Antragstellung das 24. Lebensjahr vollendet haben, ist auf 37.00 € erhöht worden. Die Gültigkeit des Ausweises ist für diesen Personenkreis weiterhin 10 Jahre.

Für Personen, die zum Zeitpunkt der Beantragung des Personalausweises noch nicht 24 Jahre alt sind, bleibt die Gebühr unverändert bei 22,80 €. Die Gültigkeit des Ausweises ist hier nach wie vor auf 6 Jahre befristet.

Jeder Personalausweis ermöglicht dank des integrierten Online-Ausweises – nach Vollendung des 16. Lebensjahres –

die bequeme Nutzung digitaler Angebote, die einen sicheren Identitätsnachweis erfordern.

Die bisher anfallende Gebühr von 6 € für das nachträgliche Aktivieren des Online-Ausweises und das (Neu)setzen der PIN bei der Ausweisbehörde wird seit dem 01.01.2021 nicht mehr erhoben.

– Gültigkeit Kinderreisepässe

Ab dem 01.01.2021 ausgestellte Kinderreisepässe können nur noch mit einer maximalen Gültigkeitsdauer von einem Jahr ausgestellt werden. Die Verlängerung um jeweils ein Jahr ist aber mehrmals möglich. Soll das Reisedokument für das Kind eine sechsjährige Gültigkeitsdauer haben, kann ein regulärer Personalausweis bzw. Reisepass beantragt werden.

– eID-Karte

Zum 01.01.2021 wurde die eID (Elektronische Identifizierung) -Karte für Unionsbürgerinnen und Unionsbürger sowie Angehörige des europäischen Wirtschaftsraumes eingeführt.

Die neue Chipkarte enthält, wie der Personalausweis und der elektronische Aufenthaltstitel, die Online-Ausweisfunktion. Die Inhaberinnen und Inhaber können sich damit sicher, einfach und auf hohem Vertrauensniveau online ausweisen und Behördengänge und Geschäftliches digital erledigen.

Die eID-Karte wird ohne Lichtbild, Fingerabdrücke und Unterschrift ausgegeben. Bürgerinnen und Bürger der EU und Angehörige des EWR (nicht Großbritannien und Schweiz) können sie ab einem Mindestalter von 16 Jahren auf freiwilliger Basis im Bürgerbüro beantragen. Die eID-Karte ist zehn Jahre gültig und kostet 37,00 €.

Informationen im Passamt: Tel. 08084 37-41 oder 37-43

Gemeldete Einwohner 31.12.2019 31.12.2020
Hauptwohnung 10.399 10.548
Nebenwohnung 371 373
Gesamt  10.770
10.921

Bevölkerungsveränderungen (01.01. bis 31.12.2020)

männlich weiblich gesamt
Geburten 39 44 83
Eheschließungen 70
Ehescheidungen 23
Sterbefälle 66 58 124
Kirchenaustritte 70
Einbürgerungen 20
Zuzüge 903
Wegzüge 704
Umzüge im Gemeindebereich 323
Ausländische Mitbürger 916 661 1.577

Kostenlose Energieberatung

Am Donnerstag, 25. Februar 2021, 15.00 Uhr, gibt Energieberater Josef Liebl in Einzelgesprächen Auskünfte zu energetischen Sanierungen und Neubau, Wärmedämmung, Photovoltaik, Energiesparen im Haushalt sowie Fördermitteln. Die Beratungen finden wieder im Rathaus statt.

Anmeldung: Thomas Wimmer, Tel. 08084 3737,
E-Mail: wimmer@taufkirchen.de

SSZ-Seniorenatelier stellt aus

Im Taufkirchener Rathaus startet Ende Januar die erste Kunstausstellung des Senioren-Ateliers, das im örtlichen Senioren-Service-Zentrum eingerichtet ist.

Das Atelier gibt es bereits seit acht Jahren. Ziel dieser Beschäftigungstherapie ist die Vermittlung von Lebensfreude, Wohlbefinden und das Gefühl des Miteinanders. Eine Vielzahl von herrlichen Bildern ist dabei entstanden und wird nun bis Ende März ausgestellt.

Eine Besichtigung nach dem Lock-Down ist nur mit Terminvereinbarung möglich: Verena Held, Tel. 08084 3722 oder held@taufkirchen.de.

Ausstellung SSZ

Ersatz- und Spitzenlast-Kesselanlage der Gemeindewerke

am neuen Standort Brunnholzring im Einsatz

In einem kompakten Gebäude am Brunnholzring 4 befindet sich seit Mitte letzten Jahres die Ersatz- und Spitzenlast-Kesselanlage für die Fernwärmeversorgung der Gemeindewerke. Am 15. Juli 2020 wurde die Anlage von der ausführenden Firma Karl Lausser GmbH aus Rattiszell durch die Gemeindewerke übernommen. Christopher Ruthner, Geschäftsführer der Gemeindewerke, stellte Bürgermeister Stefan Haberl sowie den im Aufsichtsrat der Gemeindewerke vertretenen Gemeinderäten, Christine Zeilbeck und Anton Rosenberger, den neuen Standort vor.

GWT Kesselanlage außen
Vorstellung der Anlage, von links: Bürgermeister Stefan Haberl, Hauptamtsleiter Martin Bauer, Anton Rosenberger, Christopher Ruthner und Christine Zeilbeck

Bürgermeister Haberl wünscht sich, dass ein Tag der offenen Tür für Interessierte aus der Gemeinde stattfindet, sobald die Umstände durch Corona dieses wieder zulassen.

Das Bauwerk beinhaltet einen Heizölkessel, der aus der inzwischen abgerissenen Mittelschule übernommen werden konnte. Der Kessel wurde im Rahmen des Umzuges überholt und mit einem Brenner neuester Generation ausgestattet. Zum Einsatz kommt er nur bei Ausfall anderer Wärmeerzeuger. Außerdem befindet sich in der Anlage ein neuer Erdgaskessel, der im Regelfall nur bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und dann meist nur für einige Stunden pro Tag zur Verstärkung dient. Darüber hinaus sind in der Anlage die Pumpen für den Betrieb des Wärmenetzes und die Anlagensteuerung untergebracht. Beides war 10 Jahre nach der Inbetriebnahme im alten Schulgebäude noch in tadellosem Zustand und musste nur zum Teil ergänzt oder überholt werden.

GWT Kesselanlage innen
Im Inneren der Anlage, von links: Anton Rosenberger, Prokurist Andreas Huber, Christopher Ruthner, Bürgermeister Stefan Haberl und Christine Zeilbeck

Die Verlegung der Anlage war quasi eine Operation am offenen Herzen, weil der Hauptstrang der Wärmeversorgung für mehrere Tage getrennt werden musste, ohne dass auch nur ein Kunde auf warmes Wasser zu verzichten hatte. Trotz der Komplexität der Maßnahme wurde die Anlage vor dem vereinbarten Termin und im vereinbarten Kostenrahmen fertiggestellt und läuft seither störungsfrei. Die Gesamtkosten für die Umverlegung der Anlage an den neuen Standort belaufen sich auf rund 625.000 €.

Insgesamt kann die Kesselanlage, wie am vorherigen Standort, 2.500 kW Wärmeleistung zur Verfügung stellen. Sie dient dabei nur als Spitzenlast- und Ersatzanlage. Den Hauptteil der Wärmemenge erhalten die Gemeindewerke weiterhin aus Abwärme von mehreren Biogasanlagen. In den vergangenen Jahren waren das mehr als 95% der insgesamt eingesetzten Wärmemenge. Nur weniger als 5% der Wärmemenge stellt die Anlage am Brunnholzring zur Verfügung, hauptsächlich aus Erdgas. Die Wärmeversorgung durch die Gemeindewerke hat durch dieses Konzept in den zurückliegenden Jahren jährlich rund 900.000 Liter Heizöl (äquivalent) bzw. mehr als 2.500 Tonnen CO2–Emissionen eingespart.

Nach annähernd zehn Jahren Versorgung ohne störungsbedingte Unterbrechungen ist die Wärmeerzeugung der Gemeindewerke damit auch für viele weitere Jahre gesichert. Aktuell versorgen die Gemeindewerke rund 105 Gebäude in Taufkirchen mit ökologischer Wärme.

Gemeindewerke Taufkirchen GmbH & Co. KG
Tel. 08084 37-39 | E-Mail: info@gw-taufkirchen.de
www.gemeindewerke-taufkirchen.de