Integrales Konzept zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement

Gemeinde Taufkirchen (Vils) verschickt Informationsschreiben

Im Laufe der nächsten Monate bekommen einige Taufkirchener Hausbesitzer Post von der Gemeinde. Wer den Brief erhält, wohnt in einem Gebiet, das im Falle einer Sturzflut möglicherweise unter Wasser steht.

Peter Kummer von der Firma WipflerPLAN aus Pfaffenhofen stellte im April dieses Jahres im Gemeinderat die Schutzziele vor, die in zwei Workshops von den Gemeinderäten zusammen mit den Experten der beauftragten Firma ausgearbeitet wurden. Dazu gehören auch die Warn- und Hinweisbriefe an betroffene Bürger, in denen ihnen empfohlen wird, eigene Maßnahmen gegen Überschwemmungen zu ergreifen.

Die Vilsgemeinde hat das Ingenieur-Büro damit beauftragt, für das Gemeindegebiet ein integrales Konzept zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement zu erstellen. Die Schutzziele sind ein Baustein dieses Konzeptes.

Die Ergebnisse der Berechnung beziehen sich auf sogenannte Sturzfluten, die bei kurzen, heftigen Regenfällen entstehen, die das „normale Entwässerungssystem überfordern“. Rasant ansteigende Wasserstände führen zu einem extremen Oberflächenabfluss. Betroffen sind vor allem Anwohner an Hanglagen, allerdings in einem jeweils räumlich stark begrenzten Bereich.

Steigt das Wasser am Haus bis auf eine Höhe von 30 Zentimeter, informiert die Gemeindeverwaltung in Abstimmung mit dem Planungsbüro die Betroffenen mit einem Hinweisschreiben.

Bei einem errechneten Wasserstand von 30 Zentimetern und mehr gibt es ein Warnschreiben.

Die Eigentümer der Gebäude werden in beiden Fällen über die potenzielle Gefahr informiert. Über einen Link oder QR-Code im Informationsschreiben können sie weitere Infos zum Thema Sturzfluten und Eigenvorsorge abrufen.

Ausführliche Informationen bei Susanne Zuhr, Rathaus, Tel. 08084 3717, zuhr@taufkirchen.de

Ingenieur Peter Kummer vom Ingenieurbüro WipflerPLAN