Gewerbe- und Mischgebiet Solching-West

Wie bereits in der Kompass-Ausgabe vom November vorgestellt, wird südlich des Hauptortes – westlich der Bundesstraße 15 – ein Gewerbe- und Mischgebiet ausgewiesen. Für das Aufstellungsverfahren kann nicht auf erleichterte Verfahrensbedingungen zurückgegriffen werden. Es muss das Regelverfahren gemäß Baugesetzbuch durchlaufen werden.

Die vorgezogene Bürgerbeteiligung findet in der Zeit vom 10.01. bis 14.02.2019 statt. Dabei können in den Räumen des Bauamtes, im zweiten Stock des Rathauses, die Planungsunterlagen eingesehen werden. Die Mitarbeiter geben gerne Auskunft zum Verfahren. Einwände können schriftlich oder zur Niederschrift in der o.g. Frist abgegeben werden und zeitgleich werden auch die unterschiedlichsten Behörden und Fachstellen an dem Aufstellungsverfahren beteiligt.

Erweiterung Kinderhaus Moosen (Vils)

Das Moosener Kindehaus platzt aus allen Nähten, so dass sogar in diesem Jahr nicht alle Kinder am Ort untergebracht werden konnten. Auch die Bedarfsplanungen der kommenden Jahre zeigen erhebliche Defizite an Kindergarten- und Krippenplätzen auf, weshalb Bürgermeister Hofstetter eine Erweiterung der Betreuungseinrichtung nicht auf die lange Bank schieben möchte.

Anneros Rieger vom Planungsbüro Haindl + Partner aus München stellte dem Gemeinderat am 4. Dezember eine Machbarkeitsstudie vor. Mit dem Einbau einer zweiten Krippengruppe für zwölf Kinder sowie einer großzügigen Mensa mit Verteilerküche wäre die Betreuungseinrichtung direkt am Radlweg zukunftsträchtig ausgestattet. Eine Containerlösung rechnet sich aus Kostengründen nicht. Die Architektin, die bereits das Vilstalkinderhaus in Taufkirchen (Vils) geplant hat, versteht ihr Handwerk bestens und schätzt den Kostenrahmen auf etwa 1,6 Mio. €. Mit den Planungen soll im nächsten Jahr begonnen werden.

Tätigkeitsbericht

des Referenten für Landwirtschaft und Umwelt, Korbinian Empl

Referentenbericht Empl KorbinianIm Jahr 2018 wurde der Energieatlas des Landkreises vorgestellt, der den Gesamtstromverbrauch (32.941 MWh) der Gemeinde abbildet. Aus den erneuerbaren Energien, wie Photovoltaik (28 %), Biomasse/Biogas (83 %) und zusammengefasst aus den drei Bereichen Wasserkraft, Windkraft sowie der fossilen Blockheizkraftwerke (0,26 %) wurden insgesamt 36.659 MWh gewonnen, was einem Anteil von 111,26 % gegenüber dem Verbrauch der Gemeinde entspricht. Positiv hervorzuheben ist, dass der größte Anteil der erwirtschafteten erneuerbaren Energien von der Landwirtschaft kommt. Erfreulich ist auch, dass in einigen Ortschaften ein Fernwärmenetz besteht, das die Wärme der umliegenden Biogas-Anlagen sinnvoll nutzt.

Auf sämtlichen öffentlichen Gemeindegrundstücken, die keine Verkehrsbeeinträchtigung hervorrufen, wurden Blühflächen angesät, die im nächsten Jahr den Insekten und der Artenvielfalt dienen sollen. Gerne können sich auch die Gemeindebürger auf ihren Grundstücken bzw. Flächen mit solchen Maßnahmen beteiligen.

Eine besondere Herausforderung für die Landwirtschaft war heuer die langanhaltende Trockenheit sowie die hohe Verdunstung, die zu Ertragsausfällen, vor allem im Grünland, führte. Der durchschnittliche Niederschlag in unserer Region liegt bei ca. 860 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Bis dato liegen wir mit 600 Litern jedoch noch weit unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Diese Entwicklung führt auch langfristig zur Absenkung des Grundwassers.

Heuer wird auf vielen landwirtschaftlichen Betrieben der Gemeinde die Bodenuntersuchung durchgeführt, bei der die Gehalte an Stickstoff, Phosphat und Kali festgestellt werden, um die Düngung organisch als auch mineralisch in optimaler Menge auf die bewirtschafteten Flächen ausbringen zu können. Zur konventionellen und biologischen Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen gehört auch die Ausbringung von hofeigenem Dünger, das nicht bei allen auf Wohlwollen stößt – dafür bitte ich aber trotzdem um Ihr Verständnis.

Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2019.