Nachruf

„Begrenzt ist das Leben, doch unendlich die Erinnerung.“

Die Gemeinde Taufkirchen (Vils) trauert um Herrn Paul Attenberger, der im Alter von 76 Jahren
verstorben ist.

Mit seinem Einsatz, seiner Verlässlichkeit und seiner Verbundenheit zur Heimat hat Paul Attenberger Spuren hinterlassen. Sein Engagement für Wambach und die Gemeinde bleibt in dankbarer Erinnerung.

Auch über sein kommunalpolitisches Wirken hinaus war Paul Attenberger tief in das gesellschaftliche Leben eingebunden. Mehr als 50 Jahre gehörte er dem Schützenverein Eichenlaub Wambach an und war dort ein geschätztes Mitglied. Ebenso war er über Jahrzehnte hinweg Teil der Freiwilligen Feuerwehr und leistete damit einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft und die Sicherheit der Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Die Gemeinde spricht seiner Familie und allen Angehörigen ihr tief empfundenes Mitgefühl aus und wird Paul Attenberger ein ehrendes Andenken bewahren.

Gemeinde Taufkirchen (Vils)

Stefan Haberl, Erster Bürgermeister

Nachruf auf Josef „Bepp“ Niedermeier

Mit großer Trauer nimmt die Gemeinde Taufkirchen (Vils) Abschied von Josef „Bepp“ Niedermeier, einer Persönlichkeit, die unsere Gemeinde über Jahrzehnte hinweg in außergewöhnlicher Weise geprägt hat.

Mit seinem Tod verlieren wir nicht nur einen engagierten Ehrenamtlichen, sondern einen Menschen, dessen Herz untrennbar mit Taufkirchen (Vils) verbunden war. Sein Wirken, seine Ideen und seine Tatkraft haben Spuren hinterlassen, die weit über seine Lebenszeit hinaus Bestand haben werden.

Als Josef Niedermeier 1953 nach Taufkirchen (Vils) kam, ahnte wohl niemand, dass aus dem jungen Schreiner einmal einer der prägendsten Bürger unserer Gemeinde werden würde. Hier fand er mit seiner Frau Irmi seine große Liebe und Heimat. Gemeinsam gründeten sie ihre Familie und bauten sich ein Leben auf, das von gegenseitiger Unterstützung, Vertrauen und einem außergewöhnlichen Einsatz für die Gemeinschaft geprägt war. Immer wieder betonte Bepp selbst, dass sein ehrenamtliches Engagement ohne den Rückhalt seiner Frau niemals möglich gewesen wäre.

Wer Josef Niedermeier kannte, wusste um seine besonderen Eigenschaften: Er war besonnen, sachlich und vorausschauend. Er hörte zu, analysierte, überzeugte mit Argumenten und setzte Ideen mit beeindruckender Konsequenz in die Tat um. Verantwortung zu übernehmen war für ihn selbstverständlich. Dabei ging es ihm nie um persönliche Anerkennung, sondern stets um das Wohl der Gemeinschaft.

Sein jahrzehntelanges Wirken im Schützenwesen machte ihn weit über die Grenzen Taufkirchens hinaus bekannt. Als Gauschützenmeister, langjähriger Bezirksschützenmeister und später Bezirksehrenschützenmeister setzte er Maßstäbe in Organisation, Fairness und Zusammenhalt. Für seine herausragenden Verdienste wurden ihm unter anderem das Bundesverdienstkreuz am Bande sowie zahlreiche weitere Ehrungen verliehen.

Ganz besonders verbunden bleibt sein Name jedoch mit dem Wasserschloss Taufkirchen (Vils). Als 1997 dessen Zukunft ungewiss war, gehörte Josef Niedermeier zu den treibenden Kräften, die sich mit Leidenschaft für seinen Erhalt einsetzten. Er gründete den Förderverein, führte ihn neun Jahre als erster Vorsitzender und entwickelte unermüdlich Ideen, Menschen und Mittel zusammenzubringen. Mit großem Engagement organisierte er kulturelle Veranstaltungen, Benefizaktionen und die beliebten Serenadenabende auf der Schlossterrasse. Sein Ziel war stets klar: Das Wasserschloss sollte ein lebendiger kultureller Mittelpunkt für alle Bürgerinnen und Bürger werden. Dass dieses Ziel Wirklichkeit wurde, ist auch sein Verdienst. Die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden des Schlossfördervereins war Ausdruck der großen Dankbarkeit für sein außergewöhnliches Wirken. Darüber hinaus erhielt er im Rahmen der 750-Jahr-Feier eine der sieben Ehrenmedaillen und -urkunden für Personen, die sich außerordentlich um das Schloss verdient gemacht hatten.

Doch Bepp Niedermeier war weit mehr als Organisator und Funktionär. Er war ein Mensch voller Kreativität und Ideen. Auch im hohen Alter blickte er nicht zurück, sondern nach vorne. Ausdruck seiner tiefen Verbundenheit mit seiner Wahlheimat war die von ihm verfasste Hymne „Unser Taufkirchen“, die gemeinsam mit Andrea Traber vertont wurde. In ihren Zeilen brachte er all das zum Ausdruck, was ihm zeitlebens wichtig war: Zusammenhalt, Ehrenamt, gegenseitige Hilfe, Optimismus und das Bewusstsein, dass eine Gemeinde vor allem durch das Miteinander ihrer Menschen lebt. Die Worte „gemeinsam stark und nicht allein“ beschreiben nicht nur die Botschaft der Hymne – sie beschreiben auch sein eigenes Lebensmotto.

Bis ins hohe Alter blieb Josef Niedermeier neugierig, interessiert und voller Tatendrang. Er suchte nach Lösungen statt Problemen, motivierte andere zum Mitmachen und zeigte immer wieder, dass aus guten Ideen Großes entstehen kann, wenn Menschen gemeinsam anpacken.

Mit Josef „Bepp“ Niedermeier verliert Taufkirchen (Vils) einen Bürger, der unsere Gemeinde mit Herz, Verstand und unermüdlichem Einsatz bereichert hat. Sein Lebenswerk ist eng mit der Entwicklung unserer Gemeinde verbunden und wird noch lange sichtbar bleiben – im Wasserschloss, in den Vereinen, im kulturellen Leben und in den Erinnerungen vieler Menschen, die ihn kennenlernen durften.

Die Gemeinde Taufkirchen (Vils) wird Josef Niedermeier ein ehrendes Andenken bewahren. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.

Danke, Bepp. Für alles, was Du unserer Gemeinde geschenkt hast.

Erster Bürgermeister Stefan Haberl

Gemeinde Taufkirchen (Vils)

Förderverein Schloss Taufkirchen (Vils)
Altschützengesellschaft Taufkirchen (Vils)

Jungschützen Taufkirchen (Vils)