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„Im Herbst letzten Jahres las ich in der
Süddeutschen Zeitung den Hinweis zum Gartenfestival in
Landshut (13.-16. Juni 2002 – www.gartenfestival.de)
und den damit verbundenen Wettbewerb „Blütenkunst“.
Ausgefallene Kopfbedeckungen, mit Blüten besetzte Kleider,
bepflanzte Taschen oder Schuhe wurden gesucht. Für die
drei besten und ausgefallensten Objekte wurden Geldprämien
ausgesetzt.
Da ich neben meinem Beruf als Bankkauffrau gerne
nähe und gestalterisch tätig bin, habe ich mich
sofort entschlossen, mitzumachen. Erst ging ich daran, meine
Idee auf Papier zu bringen. Nach einiger Zeit machte ich mich
an mein Modell heran – es sollte ein „Baumkleid“
werden.
Kurz vor dem Wettbewerb war mein Kleid auch fertig
– vorher hatte ich jedoch schon erfahren, dass zusätzlich
zu den 20 Modellen aus Landshut und Umgebung auch noch 40
Modelle einer Münchner Modeschule dabei sein sollten.
Fast hätte mich der Mut verlassen, doch ich entschied
mich nach dem Motto „Dabei sein ist alles“.
Der
Wettbewerbstag (15. Juni) war dann enorm aufregend. Wir mussten
unsere fertigen Kleider schon gegen 8 Uhr morgens abgeben.
Am Nachmittag gab es eine Bewertung durch die Jury und um
18 Uhr war es dann soweit. Mit Musikbegleitung wurden die
Modelle im Garten der Burg Trausnitz präsentiert. Ich
führte mein Kleid selbst vor.
Anschließend ging es zur Preisverleihung
– und ich konnte es kaum fassen, als der Moderator meinen
Namen und mein „Baumkleid“ als ersten Preis nannte.
Ich hatte gewonnen und zwar 1.500 EURO – gegen
Floristen, Designer und Modeschüler – das war natürlich
für mich als Hobbynäherin das Größte
und ich feierte gebührend.“
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