an der Grundschule Taufkirchen

Im Juni dieses Jahres bekam die Grundschule Taufkirchen- neben weiteren
30 Grundschulen in ganz Bayern – vom Bayerischen Staatsministerium für
Unterricht und Kultus den Zuschlag, eine Ganztagesklasse einzurichten.
Das Pädagogische Konzept, das der Schulleiter Robert Leiter und
das Kompetenzteam des Kollegiums erarbeiteten, überzeugte die Verantwortlichen
im Ministerium voll.

Erste Ganztagesklasse mit (hinten von links) Bürgermeister Franz
Hofstetter, Rektor Robert Leiter, Lehrkräfte Irene Lang und Andrea
Hohmann.

 

In diesem Schuljahr besuchen, erstmalig und als einzige im Landkreis
Erding, 18 Kinder aus dem Gemeindebereich Taufkirchen und ein Kind mit
Gastschulantrag die 1. Klasse in einer Ganztagesklasse. Zwei Lehrerinnen,
Andrea Hohmann und die Schulpsychologin Irene Lang, unterrichten die
Kinder von 8 Uhr bis 16 Uhr.

Die intensive Förderung der sprachlichen Kompetenz, wie sie auch
im Pädagogischen Konzept als Schwerpunkterziehung gefordert wird,
erfolgt in Kleingruppen. Die Förderlehrerin, Frau Fellner-Senser,
steht hier täglich eine Schulstunde zur Verfügung. Weitere
Differenzierungsmöglichkeiten und Intensivförderung bieten
die Übungsstunden zu den erarbeiteten Lerninhalten, in denen die
beiden Lehrkräfte den Kindern parallel individuelle Hilfestellungen
leisten.

Nach der fünften Unterrichtseinheit holt die Sozialpädagogin,
Frau Widl-Doepke, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 1a
vom Klassenzimmer ab, begleitet sie zum Kinder- und Jugendhaus, wo sie
von 12.15 Uhr bis 14 Uhr unter ihrer Betreuung die Mittagszeit verbringen.

Gestärkt durch eine Mahlzeit, für die die Eltern einen relativ
geringen Beitrag leisten, sichern die Kinder im Anschluss täglich
das Gelernte. In verschiedenen Arbeitsgemeinschaften trainieren die Kinder
ihre Fertigkeiten, wie Konzentration, Wahrnehmung und Raum-Lage-Orientierung,
mittels Intensivförderung. Stille hören, Geschichten zuhören
und vor allem die Arbeitsgemeinschaft „Kreatives Gestalten“ vervollständigen
das Angebot. Freitags dauert ein Schultag bis 13 Uhr.

In Kooperation mit der Kreis- und Musikschule findet mittwochs für
die Dauer einer Unterrichtseinheit eine musikalische Erziehung statt.
Die Eltern melden ihr Kind hierzu an und tragen auch die Kosten. Der
Mobile Soziale Dienst vom Förderzentrum Dorfen bietet besondere
Förderung für Kinder, die in ihrer Entwicklung noch Verzögerungen
aufweisen.

Das Kinder- und Jugendhaus unter Leitung von Doris Schellner offeriert
den Eltern ein Zusatzangebot, bei dem die Kinder der Ganztagesklasse
am Freitagnachmittag und während der Ferienzeit die Betreuung im
Kinderhort in Anspruch nehmen können. Christina Wössner, Nicole
Stamborski und Maria Haberl übernehmen diese Aufgabe.

Bürgermeister Franz Hofstetter, der sich in seiner Politik stets
für Familien stark macht, befürwortete von Beginn an die Planung
und Realisierung dieser neuen Einrichtung in Taufkirchen, die sich
bis zum Schuljahr 2010/2011 in der Grund- und Hauptschule auf alle neun
Jahrgangsstufen erstrecken wird.

Irene Lang