Blumen und Kürbisse vom Erzeuger

Wer sich dieser Tage auf der B 15 von Süden her
Taufkirchen (Vils) nähert, wird am Straßenrand durch
eine überdimensionale
Nachbildung an eine wohlschmeckende und dekorative Saisonfrucht
erinnert: Den Kürbis.

Auf dem Hof der Familie Hupfer, deren
Anwesen an der Abzweigung Flaring gegenüber dem Friedhof liegt,
kann man diese Frucht in allen Größen erwerben. Zur
Auswahl stehen etwa 60 verschiedenen Sorten.

In dem landwirtschaftlichen Betrieb leben und arbeiten
drei Generationen: Die Eltern Josef und Anneliese Hupfer, deren
Kinder
Evi, Elisabeth
und Thomas sowie die Oma Elisabeth Taggruber. Seit 1978 der Hof
nach einem Brand neu aufgebaut wurde, betreibt man Kälberaufzucht.
Das Futter für die Tiere wird auf ca. 30 Hektar bewirtschafteten
Flächen angebaut.

Die Hupfers sind eine rührige Familie.
Vor fünf Jahren
griff man eine neue Idee auf und legte neben dem Flaringer Anwesen
ein Feld für Blumen zum Selberschneiden an. Inzwischen gibt
es nicht nur dort, sondern auf weiteren gepachteten Flächen
in der Umgebung Tulpen und Narzissen, Gladiolen, Lilien, Dahlien
und eine japanische, sehr haltbare Sorte Sonnenblumen. Wichtig
bei diesem Geschäft: Qualität beim Saatgut, gepflegte
Blumenfelder – und eine überwiegend ehrliche Kundschaft.

Ein
Jahr nach dem ersten Blumenfeld kam ein weiterer gärtnerischer
Trend, der Kürbisanbau hinzu. In der Vergangenheit wurde diese
Frucht hierzulande vor allem in Riesenexemplaren bestaunt, aber
selten zum Verzehr gekauft, weil wenig Rezepte bekannt waren. Das
hat sich geändert. Auch der Verfasser machte vor kurzem seine
ersten Erfahrungen mit einem leckeren Spaghettikürbis (s.
Rezept unten). Und seit
auch
in unseren Breiten am 31. Oktober Halloween gefeiert wird, sind
die leuchtend gelben oder orangen Früchte endgültig heimisch
geworden.

Blumen- und Kürbisanbau sind mittlerweile
das zweite wirtschaftliche Standbein der Familie Hupfer. Um den
Fortbestand des landwirtschaftlichen
Betriebs kümmert sich vor allem Mutter Anneliese. Ohne die
Mitarbeit der Töchter und der beiden männlichen Familienmitglieder,
die beide noch einem eigenen Beruf nachgehen, wäre es allerdings
nicht zu schaffen. Alle zusammen „schmeißen den Betrieb“,
wie es Sohn Thomas ausdrückt. Solange sich das nicht ändert,
werden noch viele Hupfersche Kürbisse und Blumen in Taufkirchener
– und auswärtigen – Haushalten landen.