Bilder aus vergangenen Tagen – 
Schloss Permering

Auf geschichtsträchtigen Fundamenten steht die in weitem Umkreis bekannte und sehr renommierte Traditionsgaststätte – der Permeringer Hof.

Wie ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, befand sich an derselben Stelle früher ein Edelsitz, der bereits um das Jahr 800 urkundlich erwähnt wird. Nach der Landtafel (= hist. amtl. Verzeichnis aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit) Herzog Georgs des Reichen war er im 15. Jhdt. im Besitz der Grantinger, ab 1580 dann im Besitz der Neuchinger, die den Sitz um 1602 an David Strobl veräußerten, der jedoch die Edelmannsfreiheit und somit auch die niedere Gerichtsbarkeit nicht besaß. 1644 folgten die Edlen von Thienhaimb, 1667 die Edlen von Schönbrunn und 1710 der „Regimentsrhat“ Franz Xaver Joseph Gugler von Zeilhofen.

In der Churbayerischen Land-Beschreibung aus dem Jahr 1720 wird Permering wie folgt bezeichnet: „Ein Süz im Gericht Erding, an der kleinen Vils, hat fruchtbaren Boden und gesunde Luft, bestehet in einem von Holz erbauten Schlößl, nebst wenigen Feldbau, Wiesen und Wäldl, dann den Sedl-Baurn, Tafern, Mühl vnd sechs Söldnern….“. Als Inhaber zu dieser Zeit wird der Churfürstliche Hof-Cammer-Rath Johann Baptista von Ruffini zu Tiefenburg auf Weyern und Eggenhofen genannt.

Aus dieser Zeit stammt auch der von Michael Wening geschaffene Kupferstich, der Aufschluss über das damalige Aussehen gibt.

Im 18. Jhdt. wurde von der Familie Ruffini das Schloss wahrscheinlich neu errichtet. 1804 veräußerten die Ruffins den Edelsitz an den Gastwirt Andreas Feldhofer.

In den Jahren 1997/98 hat die Brauerei Bachmayer aus Dorfen die ihr gehörende Gaststätte erneuert, wobei die 50 cm dicken Grundmauern erhalten und das Obergeschoss originalgetreu wieder aufgebaut wurde.

Die Anlage wird als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-1-7638-0207 im Bayernatlas als „untertägige spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Befunde im Bereich des ehemaligen Schlosses Permering“ geführt.