
Ein imposantes Gebäude war früher der Salzstadel. Mit seiner Größe und den schönen Bogengängen prägte er das Ortsbild am Marktplatz. Unter den Bögen befand sich ein Metzgerladen sowie die Stallung (damalige Bezeichnung: Stallham) für die Pferde der seinerzeit eingesetzten Postkutschen (näheres zum Postkutschendienst siehe Kompass 02/2022).
Der obere Teil des Gebäudes diente früher als Salz- und Getreidelager. Außerdem wurden dort auch Veranstaltungen abgehalten, weshalb der Salzstadel auch „Tanzhaus“ genannt wurde.
Der Salzstadel wurde 1910 abgebrochen; stehen geblieben ist lediglich die Kommun-Mauer (= gemeinsame Grenzwand) zum benachbarten Haus des Baders Schwabl (später Hut Eibl, heute El Greco).
Anstelle des Salzstadels erbaute der Maurermeister Huber ein Wohn- und Geschäftshaus, in dem zeitweise auch die Geschäftsräume der Raiffeisenkasse untergebracht waren.
Zudem wurde – wahrscheinlich mit Mauerziegel des abgebrochenen Salzstadels – ein Nebengebäude erstellt, an dem eine Tafel angebracht ist, die an den Salzstadel erinnert. _Archiv-Team
