Wenn Handwerk erklingt

Die Orgelbauwerkstatt von Georg Deutinger

In einem ehemaligen landwirtschaftlichen Stall ist in den vergangenen Jahren eine besondere Werkstatt entstanden: die Orgelbauwerkstatt von Georg Deutinger. Der 32-jährige Familienvater hat sich hier einen Ort geschaffen, an dem traditionelles Handwerk, musikalisches Feingefühl und große Leidenschaft aufeinandertreffen. Wer die Werkstatt betritt, spürt schnell: Hier geht es nicht um industrielle Fertigung, sondern um echte Handarbeit – und um die Liebe zur Musik. „Den Rest mache ich mit den Händen und mit dem Kopf“, sagt Deutinger schmunzelnd, während er zwischen Hobelmaschine, Kreissäge und Werkbank steht.

Vieles erinnert an eine klassische Schreinerei, doch tatsächlich entstehen hier hochkomplexe Musikinstrumente. Eine Orgel ist ein Zusammenspiel aus Holzverarbeitung, Mechanik, Pfeifenbau und Klanggestaltung – ein kunsthandwerklicher Beruf, der höchste Präzision verlangt. Besonders wichtig ist ihm dabei die traditionelle Arbeitsweise. Maschinen unterstützen, doch entscheidend bleibt die Handarbeit: „Ich will das Instrument mit meinen Händen bauen. Eine Orgel soll Charakter haben.“

 

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Zwischen Hebebühne und Hofarbeit

Anian Wegman vom „Autoservice Wegmann“

Anfang diesen Jahres hat sich der Taufkirchener Anian Wegmann seinen großen Traum von der eigenen Werkstatt erfüllt. Seit Januar betreibt er in der Schloßfeldstraße 1 (ehemals Spedition Bachmaier) den „Autoservice Wegmann“ als Hauptgewerbe. Gegründet hat er die Werkstatt bereits 2023 und war dort bereits nebenberuflich tätig. Heute verbindet er zwei Welten – vormittags die Arbeit auf der Familien-Ranch in Weg, nachmittags der Werkstattbetrieb.

Die Begeisterung für Technik begann schon früh mit etwa 10 Jahren. „Ich wollte ursprünglich einfach die Maschinen daheim auf dem Hof selbst reparieren können“, erzählt der 26-Jährige. Mit zunehmendem Alter entwickelte sich seine Leidenschaft für Autos – besonders für amerikanische Modelle. Auch bedingt durch das familiäre Umfeld, denn die BJ-Ranch ist als Westernhof bekannt. Folgerichtig begann Wegmann seine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker bei Auto Attenberger in Velden. Den Gesellenbrief erhielt er mit der Note 1,2 und wurde dafür mit dem Staatspreis ausgezeichnet.

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