Die Orgelbauwerkstatt von Georg Deutinger

In einem ehemaligen landwirtschaftlichen Stall ist in den vergangenen Jahren eine besondere Werkstatt entstanden: die Orgelbauwerkstatt von Georg Deutinger. Der 32-jährige Familienvater hat sich hier einen Ort geschaffen, an dem traditionelles Handwerk, musikalisches Feingefühl und große Leidenschaft aufeinandertreffen. Wer die Werkstatt betritt, spürt schnell: Hier geht es nicht um industrielle Fertigung, sondern um echte Handarbeit – und um die Liebe zur Musik. „Den Rest mache ich mit den Händen und mit dem Kopf“, sagt Deutinger schmunzelnd, während er zwischen Hobelmaschine, Kreissäge und Werkbank steht.
Vieles erinnert an eine klassische Schreinerei, doch tatsächlich entstehen hier hochkomplexe Musikinstrumente. Eine Orgel ist ein Zusammenspiel aus Holzverarbeitung, Mechanik, Pfeifenbau und Klanggestaltung – ein kunsthandwerklicher Beruf, der höchste Präzision verlangt. Besonders wichtig ist ihm dabei die traditionelle Arbeitsweise. Maschinen unterstützen, doch entscheidend bleibt die Handarbeit: „Ich will das Instrument mit meinen Händen bauen. Eine Orgel soll Charakter haben.“
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