
Die Gemeindewerke Taufkirchen (Vils) feierten 2025 ihr 15-jähriges Bestehen. Seit der Gründung hat sich das Unternehmen zu einem verlässlichen Energieversorger entwickelt. Besonders erfreulich: Seit 2019 erwirtschaften die Gemeindewerke regelmäßig Gewinne. Diese Gewinne werden in weiteres Wachstum wie den mehrheitlichen Erwerb des Taufkirchner Stromnetzes investiert. Hinzukommen seit dem Aufholen der Verlustvorträge mittlerweile auch beträchtliche Gewerbesteuereinnahmen. Für den aktuellen Gemeindehaushalt sind rund 60.000 Euro eingeplant, die wieder allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen.
Ein wichtiger Schritt für den wirtschaftlichen Erfolg war der Einstieg in den Stromhandel. So konnten die Gemeindewerke früher als geplant die Anlaufverluste überwinden. Möglich wurde das durch kurze Entscheidungswege und die enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Unternehmen.
Bereits 2009 beschloss der Gemeinderat den Aufbau eines Fernwärmenetzes, das mit Abwärme aus Biogasanlagen betrieben wird. 2011 ging das Netz in Betrieb und versorgte zunächst Rathaus, Schule, Waldbad und weitere Gebäude. Später wurden zusätzliche Baugebiete angeschlossen. Außerdem wurden auf Schulgebäuden Photovoltaikanlagen installiert, Ladesäulen aufgebaut und die Heiztechnik modernisiert. Diese Projekte zeigen, wie innovativ und zukunftsorientiert die Gemeinde Taufkirchen handelt.
Heute versorgen die Gemeindewerke 113 Fernwärmekunden und rund 2.700 Stromkunden. Auch Haushalte außerhalb der Gemeinde profitieren von der Versorgung. Der Erfolg ist unter anderem dem engagierten Einsatz der Mitarbeitenden zu verdanken. Das Servicebüro am Rathausplatz ist für viele Bürgerinnen und Bürger eine wichtige Anlaufstelle.
Die Gemeindewerke setzen auf Stabilität statt auf schnelles Wachstum. Diese kluge Strategie hat sich besonders in schwierigen Zeiten, z.B. während der Corona-Pandemie oder der Energiekrise, bewährt.
Auch für die Zukunft hat die Gemeinde klare Pläne: Weitere Objekte sollen ans Fernwärmenetz angeschlossen werden, und zusätzliche Projekte auf gemeindeeigenen Flächen werden geprüft. Das Ziel der Klimaneutralität bleibt dabei ein wichtiger Leitgedanke. Die Energiewende gelingt nur gemeinsam – mit der Gemeinde und den Bürgerinnen und Bürgern.
Nach 15 Jahren ziehen Gemeinde und Gemeindewerke eine positive Bilanz. Das Jubiläum zeigt, dass kommunale Verantwortung, wirtschaftliches Handeln und Bürgernähe erfolgreich miteinander verbunden werden können.
