Schutz vor Sturzfluten

Planungsfirma präsentiert Gemeinderat Maßnahmenkonzept

Wie kann sich unsere Gemeinde besser vor den Folgen kurzer, heftiger Starkregenereignisse schützen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Konzept zum integralen Sturzflutmanagement, das von der Pfaffenhofener Planungsfirma Wipfler Plan im Auftrag der Gemeinde erarbeitet wurde.

Bereits im vergangenen Jahr wurden erste Ergebnisse vorgestellt. Dabei empfahlen die Experten unter anderem, betroffene Bürgerinnen und Bürger gezielt zu informieren, deren Gebäude in gefährdeten Bereichen liegen. Für die Gebiete rund um den Suldinger-, Rechlfinger- und Kallinger Bach wurden insgesamt 73 Gefahrenstellen identifiziert und einzeln bewertet.

Das Konzept enthält einen umfangreichen Maßnahmenkatalog sowie eine langfristige Strategie zur Verringerung des Überflutungsrisikos. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt dabei auf dem sogenannten Objektschutz. Ziel ist es, Wasser von Gebäuden und wichtigen Infrastruktureinrichtungen fernzuhalten.

Darüber hinaus schlagen die Fachleute verschiedene bauliche und landschaftsplanerische Maßnahmen vor. Dazu gehören unter anderem:

  • die Verbesserung des Wasserabflusses entlang von Straßen und Wegen,
  • der Bau und die Pflege von Hochwasser- und Regenrückhaltebecken,
  • die Modellierung von Geländeformen zur besseren Wasserrückhaltung,
  • sowie der gezielte Ausbau von Gewässern.

Insgesamt wurden 142 mögliche Maßnahmen erarbeitet, einige könnten bereits kurzfristig umgesetzt werden. Dazu zählen beispielsweise die Überprüfung von Straßen und Gehwegen auf mögliche Kanalisierungseffekte, die Kontrolle bestehender Rückhaltebecken oder kleinere Anpassungen wie erhöhte Randsteine und Schutzhecken.

Die Gemeinde wird außerdem eine enge Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen prüfen, insbesondere bei Maßnahmen, die gemeindeübergreifend wirken. Ebenso wichtig ist eine transparente Information der Bevölkerung. Das Konzept soll deshalb öffentlich zugänglich gemacht und regelmäßig kommuniziert werden. Auch die Feuerwehr, der Bauhof sowie die Bauleitplanung sollen weiterhin stark eingebunden werden.

Der Gemeinderat hat dem Konzept in seiner Sitzung vom 21.04.2026 zugestimmt. Eine unmittelbare Verpflichtung zur Umsetzung einzelner Maßnahmen ist damit jedoch nicht verbunden.