Start der Maßnahmenumsetzung

Moore spielen beim Klimaschutz eine entscheidende Rolle, da sie Kohlenstoff speichern und gleichzeitig Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bieten. Kommt es jedoch zur Entwässerung dieser Gebiete, entstehen erhebliche Mengen an CO2, was das Klima enorm belastet.
Um die acht Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen in Bayern sind auf trockengelegte Moore zurückzuführen. Dieser Prozess kann aber wirksam umgekehrt werden. Dabei wird eine Wiedervernässung durchgeführt und der Boden beginnt wieder, CO2 in Form von Kohlenstoff zu speichern. Ein weiterer positiver Effekt ist die Rückkehr von typischen Moorpflanzen, die auf einen entsprechend hohen Wasserstand angewiesen sind. Der Bezirk Oberbayern besitzt Flächen auf ehemaligen Moorböden, die aktuell landwirtschaftlich genutzt werden. Eine dieser Flächen ist das bereits stillgelegte und 2,3 ha große „Hilgermoos“ in Teufelsöd, nördlich von Großschaffhausen.
Ziel der Maßnahme des Bezirks ist es, die Entwässerungsgräben wieder zu verfüllen, um eine weitere Entwässerung der Fläche zu verhindern. Damit soll die Funktion der Kohlenstoffsenke reaktiviert und die Biodiversität gesteigert werden.
Der Startschuss zu den Arbeiten erfolgte am 07.11.2025. Nach einer Einführung durch Lena Zoor-Füllgraff, Projektleiterin und Klimaschutzmanagerin des Bezirks Oberbayern, hielt der Stellvertretende Bezirkstagpräsident Rainer Schneider ein Grußwort. Klaus Schwerdtner, Leiter der Bezirksgüterverwaltung und Maximilian Trautner, Moormanager der Unteren Naturschutzbehörde Erding, gaben anschließend weitere Auskunft über die Fläche und zum Setzen der Grundwasser-Messpegel zum Monitoring.
Zum Abschluss begann die Firma Niedermeier, die sich unter anderem auf die Renaturierung von Mooren spezialisiert hat, mit den Arbeiten am Hilgermoos. Vor Ort waren ebenfalls Bürgermeister Stefan Haberl und die Gemeinderäte und Besitzer von benachbarten Grundstücken Christian Aigner und Korbinian Empl.
