Nachruf

Die Nachricht vom plötzlichen Tod von Herbert Mayerthaler am 28. Februar 2025 hat uns tief getroffen. Mit nur 60 Jahren ist er viel zu früh von uns gegangen. Ein Verlust, der schmerzt, der uns innehalten lässt. Es überwiegt die Trauer, aber zugleich sind wir dankbar. Dankbar, dass wir ihn kannten, mit ihm arbeiten und ein Stück unseres Lebensweges gemeinsam gehen durften – beruflich wie auch privat.

Herbert Mayerthaler war seit 2001 eine tragende Säule unseres Bauamtes in Taufkirchen (Vils). Mit unermüdlichem Engagement, mit Fachwissen, das seinesgleichen suchte, und mit einem tiefen Verantwortungsbewusstsein hat er unsere Vilsgemeinde mitgestaltet.

Baurecht, Städtebauförderung, Liegenschaftsverwaltung, Wasserrecht, Bayerisches Straßen- und Wegerecht – nur ein kleiner Ausschnitt aus dem breiten Spektrum seiner Aufgaben. Aber es war nicht nur sein rechtliches Wissen, welches ihn auszeichnete. Es war seine Art, mit Menschen umzugehen. Diplomatisch, geduldig, lösungsorientiert – Herbert hatte stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger. Er hat nicht einfach nur seinen Job gemacht – er hat ihn mit Leidenschaft gelebt.

In den Gremien, in denen er sich engagierte, wurde sein Rat allseits geschätzt. Der Verstorbene war ein Mensch, mit dem man auch bei gegensätzlichen Meinungen vortrefflich diskutieren konnte, um danach dennoch freundschaftlich verbunden beisammenzusitzen.

Sein kontinuierliches berufliches Engagement in unserer Gemeinde – fast ein Vierteljahrhundert lang – zeugte von seiner tiefen Verbundenheit mit seinen Aufgaben und der Freude an seiner Arbeit.

Herbert Mayerthaler war nicht nur ein herausragender Verwaltungsfachmann. Er war der Ruhepol in der gemeindlichen Bauverwaltung, geschätzt von Kolleginnen und Kollegen gleichermaßen. Oft hörte man im Rathaus den Satz: „Frag doch mal den Herbert.“ Seine Hilfsbereitschaft kannte keine Grenzen, und wenn er gebraucht wurde, war er immer zur Stelle. Loyalität, Verlässlichkeit und ein großes Herz – das war Herbert Mayerthaler.

Wir alle wissen um den Verlust und den Schmerz, den wir mit seiner Lebensgefährtin Elfriede und seinen Angehörigen teilen.

Für mich ist es ein tiefes Anliegen, Herbert im Namen der Gemeinde Taufkirchen (Vils) für seinen vorbildlichen Einsatz für unsere Bürgerinnen und Bürger zu danken.

Ich verneige mich in Anerkennung seines jahrzehntelangen Engagements für die Allgemeinheit. Auch ganz persönlich danke ich ihm für das gute und freundschaftliche Miteinander. Der Gemeinderat und alle seine Kolleginnen und Kollegen schließen sich diesem Dank an.

Der Verlust eines Menschen bedeutet immer einen tiefen Einschnitt im Leben derjenigen, die ihm nahestanden. Wir alle brauchen Zeit zum Trauern. Denken wir daran, was Herbert uns bedeutet hat und was wir von seinem Denken und Wirken mit in unser weiteres Leben nehmen wollen. In unseren Erinnerungen wird er weiterleben.

Der Verstorbene war ein gläubiger Mensch und hielt Traditionen in Ehren. Jedes Jahr zur Osterzeit brachte er Palmkätzchen ins Bauamt mit und schmückte diese mit Ostereiern. Auch in diesem Jahr wird der Osterstrauch dort wieder stehen – im Gedenken an das Osterfest, an die Auferstehung des Herrn und an einen ganz besonderen Menschen.

Ruhe in Frieden, lieber Herbert. Gemeinde Taufkirchen (Vils) Stefan Haberl Erster Bürgermeister