Eintrag in das Goldene Buch am Unsinnigen Donnerstag 2026

Am Unsinnigen Donnerstag, den 12. Februar, fand im großen Sitzungssaal des Taufkirchener Rathauses eine besondere Ehrung statt: Die Taufkirchener Schäffler durften sich anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens in das Goldene Buch der Gemeinde eintragen. In feierlichem Rahmen würdigte Bürgermeister Stefan Haberl in seiner Ansprache die große Bedeutung dieser lebendigen Tradition für das Gemeinschaftsleben in Taufkirchen (Vils).

Trotz winterlicher Kälte, so Haberl augenzwinkernd, bringe der Schäfflertanz stets Wärme und Lebensfreude in die Gemeinde. Ursprünglich sei der Tanz nach Pest, Krieg und Notzeiten ein Symbol für Hoffnung und Zusammenhalt gewesen – ein Zeichen dafür, „dass das Leben weitergeht“.

Seit 1951 pflegen die Taufkirchener Schäffler diesen Brauch mit beeindruckendem Engagement: Schon die erste Gruppe absolvierte rund 100 Auftritte. In den 1980erJahren wurde die Tradition maßgeblich durch die Feuerwehr geprägt – vor allem durch den damaligen Kommandanten und heutigen Schäffler-Senior-Chef Alois Sinseder, der den Tanz sogar bis nach Italien brachte.

Heute führen Bernhard und Alois Sinseder, Rudi Pyrkosch, Bernhard Högl und Günther Brandl die Taufkirchener Schäffler mit großem Einsatz. „Brauchtum lebt, wenn es weitergegeben wird – von Generation zu Generation“, so Bürgermeister Haberl. Besonders bemerkenswert ist daher, dass sich mit Alois, Bernhard und nun auch Bastian und Theresa Sinseder bereits die dritte Generation einer Familie der Schäfflertradition verschrieben hat – ein schönes Zeichen gelebten Brauchtums.

Zum Abschluss dankte Bürgermeister Haberl den Schäfflern, den Kasperln und den Schäffler-Musikanten herzlich für ihren Einsatz: „Ihr seid ein lebendiges Stück Ortsgeschichte – und der beste Beweis dafür, dass Tradition nur dann lebt, wenn Menschen sie mit Leidenschaft weitertragen.“