Gemeinde und Schulverband Taufkirchen (Vils)

Gesicherte Zukunft für das Taufkirchener Mehrgenerationenhaus

Ziehen an einem Strang: v.l. Ade Geier (Rektor Mittelschule), Barbara Kirmse (Rektorin Grundschule), 1. Bürgermeister Stefan Haberl, Johannes Pregler (Hauptamtsleiter)

Gute Nachrichten für Familien, Kinder und Mitarbeitende: Das Mehrgenerationenhaus (MGH) in der Vilsgemeinde bleibt auch nach dem Rückzug der Caritas bestehen. Ab dem kommenden Schuljahr übernehmen Gemeinde und Schulverband die Verantwortung für den Betrieb und stellen damit auch sicher, dass die Nachmittags- und Ganztagsbetreuung an den Schulen nahtlos weiterläuft.

Mitte August 2025 hat die Caritas überraschend die bestehenden Verträge gekündigt. In zahlreichen Gesprächen zwischen Gemeinderat, Schulverband, Schulleitungen und Verwaltung wurde in den vergangenen Wochen intensiv nach einer tragfähigen Lösung gesucht. Gemeinsam entschied man sich, auf eine aufwendige Ausschreibung zu verzichten, um möglichst schnell Klarheit für alle Beteiligten zu schaffen. Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzender Stefan Haberl betonte, dass das Ziel von Beginn an war, eine Entscheidung noch vor Jahresende zu treffen.

Besonders erfreulich ist, dass alle 50 Beschäftigten des MGHs übernommen werden. Damit bleibt die eingespielte Struktur erhalten, die sich in der Vergangenheit bewährt hat. Änderungen im Personalbereich sind nicht vorgesehen. Auch der traditionsreiche Name „MGH“ wird beibehalten – als Symbol für das generationenübergreifende Miteinander, das in Taufkirchen (Vils) seit vielen Jahren gepflegt wird.

Die Caritas hatte ihren Rückzug mit anhaltend hohen Defiziten begründet. In den letzten Wochen wurde daher intensiv an einem Finanzierungskonzept gearbeitet. Gemeinde und Schulverband wollen künftig mit schlankeren Strukturen und effizienteren Abläufen wirtschaften. Trotzdem ist klar, dass die Kommune auch weiterhin auf Fördermittel des Freistaats angewiesen sein wird, um die Qualität und Vielfalt der Angebote langfristig zu sichern.

Für die Taufkirchener Schulen bedeutet die Entscheidung in erster Linie Kontinuität. Die Schulleitungen zeigten sich erleichtert, dass nun Klarheit herrscht – insbesondere mit Blick auf die anstehende Schuleinschreibung im Frühjahr 2026. An der Grund- und Mittelschule gibt es derzeit zwölf gebundene Ganztagesklassen, dazu kommen Gruppen der offenen Ganztagsschule sowie die Mittagsbetreuung. Ein großer Teil der Schülerinnen und Schüler ist auf diese Angebote angewiesen. Mit der schrittweisen Einführung des Ganztagsanspruchs für Grundschulkinder ab dem Schuljahr 2026/27 wird die Nachfrage künftig weiter steigen.

Mit der Übernahme durch Gemeinde und Schulverband ist es gelungen, eine schnelle und pragmatische Lösung zu finden, die sowohl den Mitarbeitenden als auch den Familien Sicherheit bietet. Das MGH bleibt damit ein zentraler Baustein des sozialen Lebens in Taufkirchen (Vils) – ein Ort, an dem Kinder, Jugendliche, Eltern und Senioren zusammenkommen und ein lebendiges Miteinander entsteht.