
„Kinder wollen Menschsein lernen…“ so heißt es in einem Gedicht von Marile Götz, der Gründerin des Vereins OASE-Lebenskreis e.V., der Trägerverein des Naturkindergartens „Gänseblümchen“ ist. Dieses „Menschsein lernen“ steht unter einer definierten Leitlinie, nämlich der „Förderung des Respekts gegenüber Mensch und Natur.“ Bereits seit 2003 gibt es den Naturkindergarten in Taufkirchen (Vils), dem ersten staatlich anerkannten im Landkreis Erding. Der zweigruppige Kindergarten richtet sich an Kleinkinder im Alter von ca. 3 bis 6 Jahren. Storchen- und die Hasengruppe bieten jeweils Platz für bis zu 20 Kinder. Gebucht werden kann eine Betreuung wochentags von 07.45 bis 13.30 Uhr. Die Kernbetreuungszeit ist von 08.15 bis 12.15 Uhr. Raphaela Nieder, 1. Vorsitzende des Trägervereins, erklärt: „In unserer Pädagogik legen wir Wert auf die Grenzen und Bedürfnisse aller, auf Grundwerte wie Empathie, Partizipation und Eigenverantwortung. Wir begleiten die Kinder individuell und auf Augenhöhe.“
In einem dreigliedrigen Mischkonzept verbringen die Kleinen drei Tage pro Woche in einem Waldstück bei Teufelsöd, in dem ihnen rund 25 bis 30 verschiedene Waldplätze zur Verfügung stehen. Jeder Platz hat seine eigenen Vorzüge und kann unterschiedlich bespielt und erkundet werden. So gibt es z.B. eine Sandgrube, Kletterbäume, Schutzhütten oder einen Schaukelplatz. „Montags starten wir im Wald gemeinsam in die neue Kindergartenwoche. Unser sogenannter „Häuptlingstag“ bietet den Vorschulkindern – den Häuptlingen – ein spezielles pädagogisches Angebot. Alle anderen Kinder dürfen gruppenübergreifend den Wald entdecken.
Gespielt wird mit dem was die Natur uns gibt – Stöcke, Steine, Zapfen, usw. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, das zeichnet unsere Kinder aus“, berichtet Kindergartenleiterin Lisa Algasinger.
Einen weiteren Tag verbringen die kleinen Hasen und Störche im Seniorenheim Taufkirchen (Vils) bzw. in der Villa Moosen. Mit einer Senioren-Gruppe gestalten die Kinder einen gemeinsamen Vormittag mit verschiedenen Angeboten. Vom Basteln und Spiele spielen bis hin zum gemeinsamen Kochen und Backen ist die Palette breit gefächert. „Auf diese Art entsteht eine wundervolle Symbiose zwischen den Generationen und schafft gegenseitiges Feingefühl und Respekt“, so Raphaela Nieder.
Abgerundet wird die Kindergarten-Woche mit einem Tag im Kindergartenraum des Taufkirchener Wasserschlosses. Dort erhalten die Vorschulkinder beispielsweise Flötenunterricht bei einer Musikpädagogin. Ein besonderes Highlight für alle ist der Besuch von Begleithund Jenna. Die Hündin und ihr Frauchen Steffi besuchen die Gruppen im zweiwöchigen Rhythmus und ermöglichen den Kindern einen ganz besonderen Zugang zu Mensch und Tier.
Wen dieses Konzept anspricht, darf sich gerne bei Kindergartenleiterin Lisa Algasinger melden.
Eine Anmeldung ist auch am 17.03.2025 im Kindergartenraum im Wasserschloss möglich (siehe Seite 8). Für das neue Kindergartenjahr hat der Naturkindergarten – aufgrund vieler schulpflichtiger Kinder – noch einige offene Plätze.
